Ambulante Angebote

Das Konzept des Förderschulinternates Schloss Horneburg wird durch ambulante Angebote im Bereich der integrativen Lerntherapie, der Psychomotorik sowie der systemischen Arbeit mit Familien ergänzt.

 
 

 

 
 

1. ILA: Integratives lerntherapeutisches Angebot

Im Rahmen des Integrativen Lernangebotes bietet das Förderschulinternat Lerntherapie für Kinder und Jugendliche sowie Beratung für deren Eltern zur qualifizierten und nachhaltigen Unterstützung im Bereich des schulischen Lernens an.

Die Integrative Lerntherapie stellt eine professionelle pädagogisch–psychologisch ausgerichtete Unterstützung bei Schwierigkeiten im Bereich des Lernens und der Lernent­wicklung dar. Unter Berücksichtigung des aktuellen Lernentwicklungsstandes wird der beeinträchtigte Lernprozess in den Mittelpunkt der Therapie gestellt.

Dabei versteht sich die Integrative Lerntherapie nicht als eine dauerhaft fortlaufende Lernförderung im Sinne einer Nachhilfe, sondern vielmehr als eine zeitlich begrenzte, auf die individuellen Bedürfnisse und die spezifische Situation des Einzelnen ausgerichtete Förderung im Bereich des Lernens. In der Lerntherapie werden verschiedene Elemente integriert, mit dem Ziel, wichtige Lernvoraussetzungen im Bereich der Wahrnehmung, Fein- und Graphomotorik und Konzentration zu schaffen. Lerntechniken werden verbessert, visuelle und/oder auditive Beeinträchtigungen aufgearbeitet und fachdidaktisch fundiert an Lerninhalten im Bereich Sprache bzw. Mathematik gearbeitet.

Im Rahmen der Integrativen Lerntherapie werden individuelle Lernkonzepte entwickelt für Kinder und Jugendliche mit

  • Wahrnehmungsstörungen
  • Teilleistungsschwächen im Bereich des Lesens, Schreibens und/oder Rechnens bis hin zur LRS und Dyskalkulie
  • Aufmerksamkeitsschwächen und Konzentrationsproblemen, auch im Zusammenhang mit ADS/ADHS
  • Lernstörungen und Lernproblemen
  • Problemen mit Leistungsverhalten und Leistungsmotivation 
Ein multiprofessionelles Team, bestehend aus PsychologInnen, HeilpädagogInnen und LerntherapeutInnen, arbeitet auf der Grundlage empirischer Erkenntnisse und entwickelt aus einem vielfältigen Angebot zielgerichtete individuelle Förderprogramme. Hierfür stehen u. a. Module bezüglich Diagnostik (allgemeiner Entwicklungsstand, LRS, Dyskalkulie, Intelligenz), Lernförderung nach dem Modell des „Bewegten Lernens“, Konzentrations- und Wahrnehmungstraining sowie LRS- und Dyskalkulieförderprogramme zur Verfügung.   

 

 
     
 

2. Psychomotorik

     Die psychomotorische Entwicklungsförderung steht Interessierten als ambulante Leistung zur Verfügung.   

Kinder, die einen Förderbedarf aufweisen, der über die Medien „Bewegung“ und „gemeinsames Spiel“ beantwortet werden kann, profitieren von dem differenzierten psychomotorischen Angebot. Über vielfältige Impulse werden sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt und befähigt, in Bezug auf sich selbst sowie auf ihre soziale und dingliche Welt angemessener handeln zu können. In spielerischer Form werden ihnen altersentsprechend Bewegungs-, Erfahrungs- und Entwicklungsräume eröffnet.

Die vielfältigen Inhalte und Methoden werden zielgerichtet und individuell am jeweiligen Förderbedarf ausgerichtet.

Im Rahmen der psychomotorischen Förderung kommt der Diagnostik eine große Bedeutung zu. Mit Hilfe der psychomotorischen diagnostischen Inventare wird ein breites Spektrum an Handlungs- und Fähigkeitsbereichen erfasst. Diagnostik wird dabei im Sinne einer individualisierten, prozesshaften Förderdiagnostik verstanden.

 

 

 
     
 

3. FamP - Familie mit Perspektive

Die ambulante Familientherapie vervollständigt den Leistungskatalog des Förderschulinternates Schloss Horneburg. Sie wird in den Räumlichkeiten des Schlosses durchgeführt (Komm-Struktur) oder findet bei Bedarf auch aufsuchend im Lebensumfeld der Familie statt.

Innerhalb familiärer Entwick­lungen können Situationen entstehen, die das emotionale Familienklima negativ beein­flussen und zu einer Lebenskrise führen.

Familientherapie betrachtet das Problem eines einzelnen Familien­mitgliedes (Symptomträger) nicht isoliert, sondern im Kontext des familiären und sozialen Bezugs­systems.

Innere Prozesse sollen verstanden, verborgene Strukturen und Bindungen erfahrbar werden. Die Stärken des Einzelnen werden bewusst gemacht und mobilisiert, Wünsche und Ziele klar definiert.

Eine systemische Familientherapie kann bei folgenden Fragestellungen und/oder Konstellationen sinnvoll sein:

  • Erziehungsunsicherheiten
  • gestörte/fehlende Kommunikation
  • belastende Lebenssituationen/Schicksalsschläge
  • belastende Trennungs- und Scheidungssituationen
  • verschiedene Familienkonstellationen: Stieffamilien, Patchwork- und Ein-Eltern-Familien, Adoptiv- und Pflegefamilien
  • Klärung der familiären Perspektive und ggf. Auswahl passgenauer Hilfen 
 
Die Familientherapie wird von ausgebildeten Familien- und Systemtherapeuten angeboten. Umfang und Setting werden im Rahmen der Hilfeplanung individuell mit allen Beteiligten vereinbart. Bei Bedarf kann dieses systemische Angebot in Form von Co-Therapie durchgeführt werden.

 

 
     
 

4. Elternkurse

Mit dem Angebot des Elterntrainings wird Eltern/Erziehenden eine angemessene Mög­lichkeit und Unterstützung angeboten, sich mit ihrem Erziehungsverhalten und den eigenen Erziehungserfahrungen auseinanderzusetzen. Innerhalb des Kurses werden Informationen über fördernde Erziehungsbedingungen vermittelt und die Gelegenheit gegeben, sich im geschützten Rahmen auszutauschen.

Ziel der Elternkurse ist es, Eltern günstiges Erziehungsverhalten nahe zu bringen und dadurch kindliche Verhaltensprobleme zu reduzieren bzw. zu verhindern. Das Elterntraining beinhaltet somit sowohl prophylaktische als auch in bereits bestehenden Konfliktsituationen hilfreiche Komponenten mit der Intention, eine positive Eltern-Kind-Beziehung aufzubauen und/oder zu stabilisieren.

Die Elternkurse sind als präventives, unterstützendes Angebot zu verstehen. Bei erheblichen persönlichen, Partnerschafts- und/oder Erziehungsproblemen sollten andere, therapeutische Beratungs- und Hilfeformen in Anspruch genommen werden. 

Im Förderschulinternat werden die Elternkurse Starke Eltern –Starke Kinder® (entwickelt vom Deutschen Kinderschutzbund) und TripleP (PositiveParentingProgramm) angeboten.

 

     

 

 
     
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